Andorra
von Max Frisch
Das Drama handelt von Andri, einem jungen Mann, der seit seiner Kindheit von seinem Vater als jüdisches Pflegekind ausgegeben wird, obwohl er in Wirklichkeit von ihm unehelich mit einer Ausländerin aus dem Nachbarvolk gezeugt wurde. Ohne zu wissen, dass Barblin seine Schwester ist, liebt Andri sie so sehr, dass er sie heiraten möchte – traut sich aber nicht, bei seinem Vater um ihre Hand anzuhalten.

Um nicht die allgegenwärtigen antisemitischen Vorurteile der Andorraner auf sich zu ziehen, passt Andri sich ihnen so gut wie möglich an und bemüht sich, seine Loyalität zu beweisen. Die Bewohner Andorras begegnen ihm permanent mit Vorurteilen, so dass er – selbst nachdem er seine wahre Herkunft erfahren hat – an der ihm zugewiesenen jüdischen Identität festhält.
Max Frisch thematisiert die Auswirkung von Vorurteilen, die Schuld der Mitläufer und die Frage nach der Identität eines Menschen gegenüber dem Bild, das sich andere von ihm machen.
Kommentare
Wolfgang schreibt am 08.03.2010 um 10:48 Uhr
Ich bin gespannt, wie Sie dieses tolle Stück von Max Frisch inszenieren werden!
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