
Ist es möglich – von einem Moment auf den anderen – von der Liebe zum Haß überzugehen?
„La Tectonique des Sentiments“ handelt von den Verheerungen, die Diane auslöst, als sie meint, Richard liebe sie nicht mehr…
Das Leben aller Figuren wird gewaltige Erschütterungen erfahren, ins Wanken geraten; denn, wenn ein Gefühl sich verschiebt, dann ist das genau so, wie wenn sich die Kontinentalplatten verschieben: die Folgen sind unabsehbar…
Je stärker der Stolz ist, desto stärker ist auch das Beben. Eine grausame, doch letztlich zärtliche Komödie, die die Widersprüche, die wir in uns tragen, unter die Lupe nimmt und unsere Liebesbeziehungen einer gründlichen Analyse unterzieht.
Hintergrund
In diesem Stück hat Schmitt die in Diderots Roman „Jacques der Fatalist und sein Herr“ erzählte Episode der Madame de la Pommeraye aufgegriffen, die in Deutschland durch Schillers Übersetzung, die er unter dem Titel „Merkwürdiges Beispiel einer weiblichen Rache“ veröffentlicht hatte, bekannt geworden ist. Anfangs wollte Schmitt die Originalerzählung Diderots für die Bühne adaptieren, doch schnell entstand im Verlauf dieser Arbeit eine sehr eigenständige, moderne Version dieser Geschichte, die alle Qualitäten aufweist, die die Bühnenwerke dieses Autors auszeichnen.
„Tektonik der Gefühle“ ist bei Schmitt nun ein zwischen Tragödie und Komödie oszillierendes, fesselndes Porträt einer liebenden Frau, deren bedingslose Liebe in dem Moment, als sie sich nicht mehr wiedergeliebt glaubt, von einer Sekunde zur anderen in blindwütigen, zerstörerischen Haß umschlägt. Ein Stück, das in seiner spannenden Schilderung einer Liebe sowohl an Marivaux als auch an Choderlos de Laclos denken läßt: An Marivaux wegen der genauen, sensiblen und subtilen Zeichnung leidenschaftlicher Liebe, an Laclos wegen der Konsequenz perverser Manipulation, deren Opfer sie werden kann.
Textquellen: www.eric-emmanuel-schmitt.com, Theater-Verlag Desch GmbH
Mitwirkende
Christina Miceli / Eva Renninger
Ute Keilholz
Regie: Norbert Bertheau
Co-Regie: Renée Gahn
Regie-Assistenz: Karolin Benker
Musik: Marco Helfrich
Lichtgestaltung: Markus Rakowsky
Requisite: Tatjana Schnitzer
Vorstellungen
P R E M I E R E:
Do, 08.03. 20:00 Uhr Karte(n) reservieren »
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Eintrittspreise
12,50 Euro (ermäßigt 7,50 Euro)
Aufführungsrechte: Theater-Verlag Desch GmbH