Der Räuber Hotzenplotz

Familienstück von Otfried Preußler für alle ab 4 Jahren

Der Räuber Hotzenplotz hat Großmutters Kaffeemühle geraubt. Grund genug für Kasperl und Seppel zu beschließen, dem Mann mit den sieben Messern das Handwerk zu legen. Das ist jedoch gar nicht so einfach: Sie finden zwar die Räuberhöhle, werden aber gefangen genommen.

Während Seppel bei Hotzenplotz die Unordnung in der Räuberhöhle aufräumen muss, wird Kasperl an den Zauberer Petrosilius Zwackelmann verkauft. Die Zukunft der beiden sähe finster aus, wären da nicht noch die gute Fee Amaryllis und der Wachtmeister Dimpfelmoser…


Auf der „Sommerbühne im Grünen“ – der Freilichtbühne hinter dem theater ensemble, bei schlechtem Wetter drinnen!

Dauer: ca. 110 Minuten mit einer Pause

 

Bilder

Großmutter (Tatjana Schnitzer), der Räuber Hotzenplotz (Moritz Gräbner)Großmutter (Tatjana Schnitzer), Kasperl (Max Thomas)Wachtmeister Dimpfelmoser (Uwe Dietrich), der Räuber Hotzenplotz (Moritz Gräbner)Kasperl (Max Thomas), Großmutter (Tatjana Schnitzer)Die Fee Amaryllis (Sabrina Kohl)Petrosilus Zwackelmann (David Chapman)Seppel (Johannes Schiller), Kasperl (Max Thomas)Kasperl (Max Thomas), Seppel (Johannes Schiller)

 

Pressestimmen

"Räuber Hotzenplotz" überzeugt im Theater Ensemble

„Hotzenplotz, denk‘ an deinen Blutdruck!“, sagt er zu sich selbst, der brummige Räuber und schnauft tief durch den braunen Bart ein und aus. Er ist völlig außer sich, denn Kasperl und Seppel haben ihm eine Falle gestellt: Der Räuber (Moritz Gräbner) hat Kasperls Großmutter (Tatjana Schnitzer) an deren Geburtstag überfallen und ihr Geschenk – eine neue Kaffeemühle, die ihr Lieblingslied „Alles neu macht der Mai“ spielt – gestohlen. Es liegt nun an Kasperl und Seppel (Max Thomas und Johannes Schiller), die Mühle zurückzuholen.

Otfried Preußlers Familienstück für alle ab vier Jahren wird seit Samstag unter der Regie von Markus Rakowsky im Theater Ensemble in der Frankfurter Straße 87 aufgeführt – bei gutem Wetter auf der Sommerbühne im Grünen.

Im Wald des grimmigen Räubers

Das Bühnenbild ist schlicht, doch das macht nichts: Die Szenerie passt sich perfekt in den Rahmen ein, die Zuschauerränge befinden sich sozusagen direkt im Wald des grimmigen Räubers, den Moritz Gräbner wunderbar mimt – stets mit einer Portion Ironie und einem kleinen Augenzwinkern, was nicht nur den jungen Zuschauern gefällt, sondern auch deren Eltern.

Kasperl und Seppel machen sich also auf die Jagd nach Hotzenplotz und fangen ihn mit einer List: Sie beschriften eine Holzkiste mit „Vorsicht Gold(t)!“ („Du, Seppel, schreibt man Gold mit d, t, oder dt?“), füllen sie mit Sand und bringen sie in den Räuberwald, wo Hotzenplotz schon nach neuer Beute sucht. Durch ein Loch im Boden der Kiste hinterlässt er beim Davontragen eine Sandspur, der die beiden Abenteurer durch den Wald folgen und so den Weg zur geheimen Räuberhöhle finden.

Seppel mit Kasperls Mütze

Um nicht erkannt zu werden, trägt Seppel Kasperls rote Mütze und Kasperl Seppels grünen Hut. Hotzenplotz erwartet die beiden schon, verpasst ihnen eine Ladung Pfeffer aus seiner Pistole und nimmt sie gefangen. Kasperl, den er für den dummen Seppel hält, verkauft er an den Zauberer Petrosilius Zwackelmann (im blauen Zaubermantel und mit rotem Wallehaar: David Chapman), der den Jungen in seinem Schloss als Dienstboten hält.

Mithilfe der guten Fee Amaryllis (Sabrina Kohl) gelingt es Kasperl zu fliehen, seinen Freund Seppel zu befreien und letztendlich sogar die gestohlene Kaffeemühle wiederzubekommen. Räuber Hotzenplotz wird vom ängstlichen Wachtmeister Dimpfelmoser (Uwe Dietrich) abgeführt.

Auch wenn wetterbedingt nicht alle Ränge der Sommerbühne besetzt waren: Den jungen Zuschauern hat es gefallen, es wurde eifrig mitgefiebert und gelacht – wenn auch unter den ganz Kleinen angesichts des großen, bärtigen Räubers das ein oder andere Wimmern zu hören war.

Zum Schluss gab es – auch seitens der Schauspieler – noch reichlich Dank an Petrus, der Zuschauer und Bühne im Trockenen ließ.

Nikta Vahid, Main-Post Würzburg, 7. Juli 2011

 

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