Der Trauschein

Komödie von Ephraim Kishon

Vicky möchte den, unter der Fuchtel seiner Mutter stehenden, überkorrekten, langweiligen Robert heiraten. Doch dessen Mutter will der Heirat nur zustimmen, wenn die Eltern von Vicky ihren Trauschein vorlegen. Da dieser nicht aufzufinden ist und Daniel und Ella sich gar nicht mehr so sicher sind, ob sie ihre Ehe überhaupt formell gegründet haben, bricht ein handfester Ehekrach aus, man will sich trennen. Da taucht Bunky auf, ein vitaler, unkomplizierter Bursche...

Der Autor von „Der Trauschein“, Ephraim Kishon, geb. als Ferenc Hoffmann 1924 in Budapest, überlebte während des 2. Weltkriegs ein slowakisches Arbeitslager, weil sein Talent für Schach einem Hauptmann auffiel. 1949 verließ Hoffmann das kommunistische Ungarn, kam in Israel in einen Kibbuz und lernte ein Jahr lang gründlich Hebräisch.

Schon 1952 wurde er Kolumnist der Tageszeitung Ma'ariv, eine Tätigkeit, die er 30 Jahre lang beibehielt. 1959 heiratete er die Pianistin Sara Lipovitz. Im selben Jahr wurde der Band 'Drehen Sie sich um, Frau Lot!' von der New York Times ausgezeichnet. Kishon wurde für das deutschsprachige Publikum zum wichtigsten Zeugen des Lebens im Staat Israel. Die kleine Form, die er zeitlebens pflegte, war dieser Rezeption sehr zuträglich.
Sein Altersdomizil hatte Kishon in der Nähe von Appenzell in der Schweiz gefunden, an einem Ort der Sicherheit nach einer bewegten Biografie. Dort verstarb Ephraim Kishon Anfang 2005.

Besetzung

Regie: Brigitte Weber

Mit: Daniel Brozowsky (Norbert Bertheau), Ella (Franziska Wirth), Vicky (Christina Strobel), Robert Knoll (Philipp Schröder), Bunky (Johannes Ambrosius) und Rose Hooper (Brigitte Weber)

 

Kartenpreise

Do bis Sa: 17,50 Euro (erm. 13,50 Euro) / So + Mo: 13,50 Euro (erm. 10,50 Euro)
Abendkasse ab 19:00 Uhr, Gruppenermäßigung ab 10 Personen
Vorverkauf: Touristinformation im Falkenhaus (am Marktplatz)

 

Medienecho

Pat Christ, Leporello Kulturmagazin, Ausgabe 06/2010:

Die hübsche Vicky will den bürokratischen Robert Knoll heiraten. Was kein Problem wäre. Doch bevor es zum Altar geht, muss, so will es Roberts religiöse Mutter, die Heiratsurkunde von Vickys Eltern Daniel Brozowsky und Ella her. Die bleibt trotz fieberhafter Suche unauffindbar, was einen heftigen Streit des seit 30 Jahren in einer eingefahrenen Ehe gefangenen Paares auslöst. Ella, die lange unter ihrem tyrannischen Mann litt und sich nun in der Rolle seines „Verhältnisses“ sieht, blüht zu neuem Leben auf. Ephraim Kishons Komödie „Der Trauschein, 1961 im Ohel-Theater in Tel Aviv uraufgeführt und 1983 mit Maria Schell verfilmt, steht vom 24. Juni bis 23. Juli in einer Produktion des theater ensemble auf dem Sommerspielplan des Efeuhofs. Regie bei dieser turbulenten Komödie führt Brigitte Weber. In die Rolle von Klempner Brozowsky schlüpft Norbert Bertheau. Vicky wird von Christa Strobel auf die Bühne gebracht, ihre Mutter Ella, die ihren Gatten, der am Ende gar nicht ihr Gatte ist, im Grunde kein zweites Mal heiraten würde, von Franziska Wirth verkörpert.